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Für Ölmühlen

Fertigpackungskontrolle für Ölmühlen

250 ml, 500 ml, 1 l: Prüf deine Abfüllung nach FPackV, per Volumen oder per Wägung über die Dichte des Öls.

Speiseöl wird in Milliliter oder Liter deklariert und meist in Flaschen abgefüllt. Justage prüft die Füllmenge nach FPackV, egal ob du direkt das Volumen misst oder per Wägung über die hinterlegte Dichte des Öls kontrollierst.

Deine typischen Gebinde

Volumen-Nennfüllmengen beziehen sich auf 20 °C (§ 42). Bei Wägung ist die Dichte des Öls Pflicht.

GebindeMATU1Verkehrsf.
250 ml Speiseöl9 ml241 ml232 ml
500 ml Speiseöl15 ml485 ml470 ml
1000 ml Speiseöl15 ml985 ml970 ml

Richtwert nach FPackV, ohne Gewähr, ersetzt keine amtliche Prüfung.

Dichte nicht vergessen

Öl ist leichter als Wasser: Die Dichte liegt typisch um 0,91 bis 0,92 g/ml. Wer per Wägung kontrolliert, muss diese Dichte hinterlegen, sonst stimmt die Umrechnung in Milliliter nicht. Justage macht die Dichte deshalb zur Pflichtangabe bei Milliliter-Ware im Wägemodus.

Die Bezugstemperatur von 20 °C gilt auch hier. Frisch gepresstes, noch warmes Öl braucht eine passend gewählte Dichte, damit die Kontrolle nicht verzerrt.

Kleine Mühle, saubere Doku

Ölmühlen füllen oft in überschaubaren Losen ab. Bei kleinen Losen greift die Vollprüfung, bei größeren der Stichprobenplan. Justage wählt automatisch den richtigen Weg.

Das Ergebnis ist ein Losprotokoll mit vollem Rechenweg, das die Selbstkontrolle nachweist und bei einer Eichamts-Kontrolle sofort vorliegt.

Die Dichte ist bei Öl kein Nebenwert

Speiseöl wird in Millilitern deklariert, aber praktisch immer per Wägung kontrolliert — eine Volumenmessung im laufenden Betrieb ist ungenauer als eine gute Waage. Damit hängt das gesamte Prüfergebnis an einem Wert, der nicht auf der Waage steht: der Dichte.

Speiseöle liegen deutlich unter 1 g/ml und unterscheiden sich je nach Sorte spürbar; Raps, Oliven, Leinöl und Walnussöl sind nicht austauschbar. Eine um ein Prozent falsch angesetzte Dichte verschiebt das umgerechnete Volumen bei 500 ml um rund 5 ml — das ist ein Drittel der zulässigen Minusabweichung von 15 ml, verschenkt allein durch einen Zahlendreher in den Stammdaten.

Deshalb ist die Dichte bei Milliliter-Ware im Messmodus Wägung ein Pflichtfeld und kein optionaler Komfort. Sie gehört je Sorte hinterlegt, mit einem geeigneten Messgerät bestimmt, und sie gehört ins Losprotokoll — sonst ist die Umrechnung für das Eichamt nicht nachvollziehbar.

Temperatur und Nachlauf

Die Nennfüllmenge in Milliliter bezieht sich auf 20 °C (§ 42). Öl dehnt sich merklich aus: Wer direkt nach einer Warmabfüllung misst und die Bezugstemperatur ignoriert, hält ein Volumen für ausreichend, das nach dem Abkühlen unter der Grenze liegt.

Dazu kommt der Nachlauf an der Abfülllanze. Er wirkt wie ein systematischer Zuschlag auf jede Flasche und verschiebt den Mittelwert nach oben, ohne die Streuung zu senken. Genau diese Kombination — hoher Mittelwert, unveränderte Streuung — ist die teuerste: Sie kostet Produkt, ohne die Rückweisewahrscheinlichkeit zu verbessern.

Passende Ratgeber

Passende Rechner

  • Toleranz-Rechner

    Nennfüllmenge rein, Minusabweichung, TU1 und Verkehrsfähigkeitsgrenze raus.

  • Mittelwert-Rechner

    Messwerte rein, Mittelwert, Standardabweichung und Urteil raus.

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