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Für Kosmetik

Fertigpackungskontrolle für Kosmetik-Manufakturen

50 ml Tiegel, 100 ml Flasche: Prüf deine Abfüllung nach FPackV, auch bei kleinen Nennfüllmengen.

Kosmetik wird oft in kleinen Gebinden abgefüllt: 30 ml, 50 ml, 100 ml. Gerade bei kleinen Nennfüllmengen wird die prozentuale Toleranz eng, und der Sicherheitsabstand will genau bemessen sein. Justage prüft auch diese kleinen Mengen zuverlässig nach FPackV.

Deine typischen Gebinde

Bei kleinen Nennfüllmengen greift teils die prozentuale Toleranz, teils ein fixer Wert. Werte nach § 9 Abs. 3 und Abs. 4 FPackV.

GebindeMATU1Verkehrsf.
50 ml Serum4,5 ml45,5 ml41 ml
100 ml Lotion4,5 ml95,5 ml91 ml
30 ml Öl2,7 ml27,3 ml24,6 ml

Richtwert nach FPackV, ohne Gewähr, ersetzt keine amtliche Prüfung.

Kleine Mengen, enge Toleranz

Bei 5 bis 50 g/ml gilt eine prozentuale Minusabweichung von 9 %, darüber wechselt die Tabelle in fixe Werte und andere Prozentsätze. Bei kleinen Tiegeln macht schon ein knapper Fehlgriff einen spürbaren Anteil aus.

Wer per Wägung kontrolliert, hinterlegt bei Milliliter-Ware die Dichte des Produkts. Justage rechnet dann sauber in Milliliter um und wendet die richtige Toleranzstufe an.

Dokumentation ohne Excel

Auch Kosmetik unterliegt der Marktüberwachung. Ein Losprotokoll je Charge weist die Selbstkontrolle nach, ohne dass du Toleranzen und Stichprobenpläne in einer Tabelle pflegst.

Der Prüf-Flow ist mit einer Hand neben der Waage bedienbar: großes Zahlenfeld, Enter springt weiter, jeder Wert sofort gegen die Toleranz eingefärbt.

Warum kleine Tiegel die schwierigsten Fertigpackungen sind

Bis einschließlich 50 g oder ml arbeitet die Toleranztabelle mit 9 Prozent, darüber springt sie auf einen festen Wert von 4,5. Das führt zu einem Sprung, den man kennen muss: Für 50 ml sind 4,5 ml zulässig, für 30 ml nur noch 2,7 ml. Die Untergrenze TU1 liegt damit bei 45,5 ml beziehungsweise 27,3 ml, die Verkehrsfähigkeitsgrenze bei 41 ml und 24,6 ml.

2,7 ml Spielraum sind bei einem zähen Serum oder einer aufgeschlagenen Creme nicht viel. Der Anteil, der im Dosierschlauch oder am Spatel zurückbleibt, bewegt sich in derselben Größenordnung wie die gesamte zulässige Abweichung — bei einer 500-g-Packung wäre derselbe absolute Fehler bedeutungslos.

Tara wiegt bei Kosmetik mehr als der Inhalt

Ein Glastiegel für 50 ml wiegt leicht mehr als seine Füllung. Damit wird die Tara-Frage zum eigentlichen Prüfproblem: Ein pauschaler Tara-Abzug ist nach Anlage 3 Nr. 5b nur zulässig, wenn die Streuung der Leergebinde höchstens ein Viertel der Minusabweichung beträgt. Bei 50 ml sind das 0,25 × 4,5 = 1,125 ml — eine Grenze, die schwankende Glastiegel oder Pumpspender durchaus reißen.

Fällt die Bedingung durch, hilft kein Sicherheitsaufschlag und kein Mittelwert über die Serie: Dann muss jede Packung einzeln tariert werden. Wer stattdessen weiter pauschal abzieht, dokumentiert eine Prüfung, die formal nicht zulässig ist. Die Tara-Serie vorab zu messen kostet zehn Wägungen und beantwortet die Frage ein für alle Mal.

Passende Ratgeber

Passende Rechner

  • Toleranz-Rechner

    Nennfüllmenge rein, Minusabweichung, TU1 und Verkehrsfähigkeitsgrenze raus.

  • Mittelwert-Rechner

    Messwerte rein, Mittelwert, Standardabweichung und Urteil raus.

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