Für Brauereien
Fertigpackungskontrolle für Brauereien
0,33 l, 0,5 l: Prüf deine Abfüllung nach FPackV, per direktem Volumen oder per Wägung über die Dichte.
Bier wird in Litern deklariert, aber oft per Wägung kontrolliert. Beides ist zulässig. Justage unterstützt die direkte Volumeneingabe ebenso wie die Wägung mit hinterlegter Dichte und hält den verwendeten Messmodus je Los im Protokoll fest, sauber nach FPackV.
Deine typischen Gebinde
Volumen-Nennfüllmengen beziehen sich auf 20 °C (§ 42). Bei Wägung wird über die Dichte in Milliliter umgerechnet.
| Gebinde | MA | TU1 | Verkehrsf. |
|---|---|---|---|
| 0,33 l Flasche | 9,9 ml | 320,1 ml | 310,2 ml |
| 0,5 l Flasche | 15 ml | 485 ml | 470 ml |
| 0,33 l Dose | 9,9 ml | 320,1 ml | 310,2 ml |
Richtwert nach FPackV, ohne Gewähr, ersetzt keine amtliche Prüfung.
Volumen oder Wägung
Bei Füllmengenangabe nach Volumen ist die Dichte mit einem geeigneten Messgerät zu bestimmen, wenn du per Wägung kontrollierst. Deshalb ist die Dichte bei Milliliter-Ware plus Messmodus Wägung ein Pflichtfeld; ohne sie blockiert die Prüfung mit klarem Hinweis.
Die Volumen-Nennfüllmenge bezieht sich auf 20 °C. Bei stark abweichender Temperatur muss die Dichte passend gewählt werden. Justage weist im Prüf-Flow auf die Bezugstemperatur hin.
Für die kleine Braustätte gemacht
Die meisten Braustätten in Deutschland sind klein; ein großer Teil sind Mikrobrauereien. Eine industrielle Kontrollwaage ist für sie überdimensioniert und unbezahlbar. Justage macht aus der vorhandenen geeichten Waage eine prüfungssichere Kontrolle.
Los anlegen, Werte eintippen, Urteil live sehen, Losprotokoll speichern: derselbe Flow wie bei jeder anderen Fertigpackung, nur mit Volumen-Logik im Hintergrund.
Das ℮-Zeichen ändert den ganzen Prüfplan
Viele Brauereien tragen das ℮-Zeichen auf dem Etikett, oft weil der Flaschenlieferant es so vorsieht. Es ist kein Dekor, sondern eine Selbstverpflichtung nach § 11 FPackV — und es schaltet auf einen völlig anderen Stichprobenplan um. Statt der Einfach-Stichprobe nach Anlage 3 Nr. 3a gilt dann Nr. 3e, und zwar unabhängig von der Losgröße.
Konkret: Wo ein Los von 1.200 Flaschen ohne ℮-Zeichen 80 Messungen mit Annahmezahl 5 und k = 0,295 verlangt, sind es mit ℮-Zeichen nur 20 Messungen — aber mit Annahmezahl 1, Rückweisezahl 2 und einem k von 0,64. Weniger Messungen, deutlich strengere Bewertung: Schon zwei Flaschen unter TU1 kippen das Los, und der Mittelwert braucht wegen des hohen k-Werts einen größeren Sicherheitsabstand.
Wer das ℮-Zeichen führt, ohne den passenden Plan zu fahren, prüft formal falsch. Justage fragt den Schalter je Produkt ab und wählt den Plan automatisch, statt ihn dich raten zu lassen.
0,33 l und 0,5 l konkret
Für 330 ml liegt die Minusabweichung bei 9,9 ml — die 3-Prozent-Stufe, aufgerundet auf 0,1. Daraus wird eine Untergrenze TU1 von 320,1 ml und eine Verkehrsfähigkeitsgrenze von 310,2 ml. Für 500 ml sind es 15 ml, also 485 ml und 470 ml.
Prüfst du per Wägung statt per Volumen, brauchst du die Dichte des Suds. Sie hängt vom Restextrakt ab und ist bei einem Starkbier eine andere als bei einem Leichtbier — eine pauschale Dichte über alle Sorten ist die häufigste Fehlerquelle. Die Volumen-Nennfüllmenge bezieht sich zudem auf 20 °C (§ 42); wer direkt nach dem Kaltlagern misst, misst an der Bezugstemperatur vorbei.
Passende Ratgeber
- Die Mittelwertregel nach FPackV
Nicht jede einzelne Packung, aber der Durchschnitt muss stimmen. Und die Streuung fließt über einen Sicherheitszuschlag mit ein.
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Passende Rechner
- Toleranz-Rechner
Nennfüllmenge rein, Minusabweichung, TU1 und Verkehrsfähigkeitsgrenze raus.
- Mittelwert-Rechner
Messwerte rein, Mittelwert, Standardabweichung und Urteil raus.
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